Michail Schischkin: Gegen den Krieg schreiben

Literatuhaus Köln Großer Griechenmarkt 39, Köln

Michail Schischkin, einer der international meistgefeierten Autoren Russlands, beschreibt im Gespräch mit Thomas Roth, dem Vorsitzenden des Lew Kopelew Forum, den langen Abschied vom hoffnungsfrohen chaotischen Moskau der 1990er-Jahre. Im Rahmen der Reihe »Souvenir« nimmt er die Unterdrückung des freien Wortes in den Focus, die historische Kontinuität dieser Unterdrückung und die schrecklichen Folgen der Unfreiheit:...

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„Von der Aufnahme in die Abschottungsgesellschaft“

Kulturbunker Berliner Str. 20, Köln Mülheim

Vernetzungstreffen für die Willkommenskultur in Köln zu den bundes- und EU-weiten Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik Die Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik und der Europäischen Union sind besorgniserregend. Während nach wie vor Menschen in Hotspot-Lagern wie z.B. auf Lampedusa unter unwürdigen Bedingungen eingepfercht werden, im Mittelmeer ertrinken oder von Tunesien aus in die Wüste getrieben...

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„Es kann nicht jeder ein Gelehrter sein“

Fritz Thyssen Stiftung - Amélie Thyssen Auditorium Apostelnkloster 13-15, Köln

Im ersten Bande ihrer Kulturgeschichte der jiddischen Literatur führt die Literaturwissenschaftlerin Dr. Susanne Klingenstein durch das jüdische Mittelalter und die Renaissance. Schon die früheste erhaltene Quelle, ein Festtagsgebetbuch von 1272 zeigt, dass im Alltag Juden sich einer Variante des Deutschen bedienten, die später Altjiddisch genannt wurde. Mit dieser Erkenntnis beginnt die Reise in die komplexe...

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Alles ist seltsam in der Welt – die Dichterin Gertrud Kolmar

Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln Roonstr. 50, Köln

Gertrud Kolmar (1894–1943) gilt als bedeutende deutschsprachige Dichterin. Trotz ihres großen Ranges ist die jüdische Schriftstellerin, die in Auschwitz ermordet wurde, jedoch bis heute nicht ausreichend gewürdigt worden. Gertrud Kolmar ist eine radikale Dichterin, die in keine Kategorie passt. Sie schreibt zart und hart, poetisch, prosaisch, dramatisch, lässt Frauen und Männer, Tiere, Pflanzen und Dinge...

Radsport im Nationalsozialismus

Friedensbildungswerk Obenmarspforten 7-11, Köln

Die Rolle des Radsports im Nationalsozialismus ist bisher nicht ausreichend thematisiert worden. Einzelschicksale, wie das des Kölner Radfahrers Albert Richter wurden zwar mittlerweile gründlich erforscht, doch es fehlte der Blick auf den gesamten Radsport. Richter der sich nicht dem NS-Staat anpasste ist neben anderen Radsportlern ein positives Beispiel aus Vaupels Studie. Doch die traurige Geschichte...

Jüdische Widerständigkeit – Hashomer Hatzair

Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln Roonstr. 50, Köln

Ein Vortrag von Nitzan Menagem, Vorsitzende von Hashomer Hatzair Deutschland Hashomer Hatzair ist eine der ältesten, noch heute bestehenden jüdischen Jugendbewegungen der Welt. Bis zur Verfolgung durch die Nazis und dem Verbot 1938 war Hashomer Hatzair in mehreren Städten in Deutschland, wie z.B. Köln, aktiv. Im 2022 hat HHD ein Geschichtsprojekt zur Suche nach Spuren...

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Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus

AntoniterCitykirche Schildergasse 57, Köln

“Niemand wurde zu Recht in einem Konzentrationslager inhaftiert, gequält oder ermordet.” Mit diesen Worten erkannte der Bundestag – mit Ausnahme der AFD – im Februar 2020, 75 Jahre nach Ende der NS-Diktatur, Tausende von Menschen als NS-Opfer an, die bis dahin als sogenannte “Asoziale” und “Berufsverbrecher” gegolten hatten. In der NS-Zeit konnte die Zuschreibung “asozial”...

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»Ein Ghettohaus in Köln«

Lern- und Gedenkort Jawne Erich-Klibansky-Platz, Köln

Vortragsveranstaltung zur Nutzung des jüdischen Gymnasiums Jawne als Ghettohaus 1941–1942 Wir „wohnen“ in dem kleinen Zimmer, in dem letztes Jahr unser Kurs von 8-9 stattfand. Das kleine Stückchen dunkler Flur davor ist unsere Küche, Badezimmer usw. und in dem anschließenden Klassenzimmer links schlafen die Söhne… (Brief von Direktor Erich Klibansky an Bruno Kisch, 22. Oktober...

Der antifaschistische Auftrag des Grundgesetzes

NS Dokumentationszentrum Appellhofplatz 23-25, Köln

Der Aufstieg der AfD und die bekannt gewordenen Pläne, deutsche Staatsbürger*innen in die Herkunftsländer ihrer Eltern, Großeltern oder gar Urgroßeltern abzuschieben, haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Es wird intensiv diskutiert, mit welchen rechtlichen Mitteln neben den politischen gegen die Feinde von Demokratie und Menschen würde vorgegangen werden kann. Hat das Grundgesetz nicht einen antifaschistischen Auftrag, der...

Graue Wölfe – Türkischer Ultranationalismus in Deutschland

NS-Dokumentatioszentrum Appellhofplatz 23-25, Köln

  Am 28. Mai jährt sich die Wahl Erdoğans zum Präsidenten der Türkei. Seinen Erfolg haben in Deutschland viele junge Menschen mit türkischer Familiengeschichte gefeiert, oft auch mit dem Wolfsgruß, einem Erkennungszeichen türkischer Rechtsextremisten. Warum? Prof. Dr. Kemal Bozay (IU Internationale Hochschule) wird über Erscheinungsformen und Aktivitäten des türkischen Ultranationalismus in Deutschland und Köln berichten....

4,50 €

In Erinnerung an Heinz Humbach (1928 2004)

NS Dokumentationszentrum Appellhofplatz 23-25, Köln

Heinz Humbach war im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und im Einsatz für die Kommunistische Partei. Er engagierte sich für die Erinnerung an die NS-Verbrechen und die Unterstützung ehemaliger Zwangsarbeiter*innen und setzte sich aktiv gegen Rechtsextremismus und für die Friedensbewegung ein. Auch im Verein EL DE Haus e.V. war er lange aktiv und engagierte sich für...

Wer ist jüdisch? Eine Schicksalsfrage für Israel und die Diaspora

Judaica der Synagogen-Gemeinde Köln Roonstr. 50, Köln

Wer ist jüdisch? Es ist die Frage, die seit den biblischen Ursprüngen gestellt wird und die heute aktueller ist denn je. Mit Blick auf Israel und die Diaspora. Denn Israel ist als jüdischer Nationalstaat entstanden. Als jüdische Heimstätte. Als Judenstaat. Doch was bedeutet das genau? Wer kann Teil dieser jüdischen Gemeinschaft werden? Wer Staatsbürger? Und...