Hans Mayer und die „Roten Kämpfer“

Linke Arbeiterpolitik am Ende der Weimarer Republik und Kölner Akteure
Im November 1927 stieß der der junge Hans Mayer auf die Einladung einer Marxistischen Studentengruppe, die eine „Arbeitsgemeinschaft über Historischen Materialismus“ abhalten wollte. Für den immer wissbegierigen Jurastudenten ein völlig unbekanntes Thema. „Ich konnte mir unter dem Historischen Materialismus nicht das mindeste vorstellen.“ Neugierig ging er hin und stellte in seinen Erinnerungen später fest: „Jener Abend bei der Marxistischen Studentengruppe hat mein Leben verändert.“ Auch wenn man ihm nicht gerade freundlich in dieser Gruppe begegnete, ging er trotzdem hin, obwohl er nichts von Marx und Engels, von materialistischer Dialektik oder Basis und Überbau wusste. Er blieb jedoch angesteckt von den für ihn neuen Themen. ….Als nächstes vertiefte er sich in die Lektüre von dem damals viel gelesenen und zitierten Buch Georg Lukács „Geschichte und Klassenbewußtsein“. Danach besaß sein Denken „eine neue Dimension“. „Lukács wies mir als seinem Leser nach, wo ich im geschichtlichen Augenblick stand, oder auch stehen könnte. Nun war es innerlich für mich vorbei mit dem lethargischen Hinnehmen des Bestehenden, dass mir immer unerträglich vorkam…. Ich entdeckte die Geschichte und das marxistische Denken.“ Gemeinsam mit anderen „Roten Kämpfern mischte er sich in die Politik ein.
Weitere Informationen siehe: https://www.hans-mayer-gesellschaft.de/termine/
