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Die Universität Köln im Nationalsozialismus

27 Januar | 18:00 - 20:00

Wenn kritisches Denken mit Machtpolitik unterdrückt wird, wenn Studierende Gelerntes nicht mehr hinterfragen dürfen, werden Demokratie und Menschlichkeit Schaden nehmen. Die Unabhängigkeit von Forschung und Lehre muss verteidigt werden und frei sein von politischer und finanzieller Einflussnahme. Deshalb wollen wir am 27. Januar an die NS-Geschichte der 1919 neu gegründeten Kölner Universität erinnern.

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten 1933 kam der Universi-tät Köln bei der reichsweiten Gleichschaltung der Universitäten eine Vorreiterrolle zu. Wissenschaftliche Inhalte, die nicht der NS-Ideologie entsprachen, wurden ausgelöscht. Jüdische und politisch unerwünschte Lehrende und Studierende wurden von der Universität verwiesen. Missliebigen Promovierten wie der Jüdin Lotte Schlesinger wurde trotz bereits bestandener Prüfungen ihr Doktortitel aberkannt.

An der medizinischen Fakultät stellten Anthropologen, Psychiater, Ras-senhygieniker und Gynäkolog*innen ihre klinische Arbeit sowie Forschung in den Dienst des NS-Regimes. Nach 1945 gab es sowohl inhaltliche als auch personelle Kontinuitäten. Eine Aufarbeitung des begangenen Unrechts an der Universität fand über Jahrzehnte nicht statt.

Grußwort: Bürgermeisterin Maria Helmis-Arend
Sprecherinnen: Renate Fuhrmann, Klaus Nierhoff, Laura Suderland

Musik:
Akiko Ahrendt, Violine
Leonhard Huhn, Saxofon

Im Anschluss an die Veranstaltung in der Kirche findet ein Mahngang zum Rautenstrauch-Joest-Museum statt. Dort spricht Dr. Anna Brus.

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