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DESCRIPTION:Gedenksteine für Dr. Friedrich „Fritz“ Spies und Ida Spies \nFriedrich Hermann (Fritz) Spies wurde 1869 als einziger Sohn von Jakob und Dorothea Spies im Kreis Siegen geboren. Nach seinem Studium der Zahnmedizin lebte er einige Jahre in Süddeutschland. 1903 heiratete er die 1872 in Würzburg geborene Ida Nora Mayer. 1910 ließ sich das kinderlose Ehepaar in Köln nieder\, wo Friedrich Spies in den folgenden Jahren an wechselnden Adressen als Zahnarzt praktizierte. 1928 eröffnete er\, mittlerweile promoviert\, eine neue Praxis in der Koblenzer Straße 80\, wo er auch bis zu seinem Tod lebte. \nEin ehemaliger Patient beschrieb Fritz Spies als tüchtigen\, beliebten und angesehenen Bürger und Zahnarzt\, der weit über das Rentenalter hinaus arbeitete. \nObwohl Ida Nora Mayer aus einer jüdischen Familie stammte\, war sie nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten durch ihren evangelischen Ehemann zunächst weitestgehend vor der antisemitischen Verfolgung durch das NS-Regime geschützt. Im September 1944 erhielt sie jedoch\, wie alle Ehepartner aus jüdisch-nichtjüdischen Ehen und deren Kinder\, den Befehl\, sich im Deportationslager Köln-Müngersdorf einzufinden. Von dort wurde sie am 1. Oktober 1944 in die Kleine Festung Theresienstadt deportiert. \nWenige Tage später erhielt Friedrich Spieß die amtliche Mitteilung\, dass seine Frau nicht mehr lebte. Überzeugt von dieser Nachricht\, nahm er sich Mitte Oktober in seiner Wohnung in der Koblenzer Straße 80 das Leben. Er wurde am 27. Oktober 1944 auf dem Südfriedhof in Köln-Zollstock in kleinstem Kreis beerdigt. \nIda Nora Mayer überlebte die Haftzeit in Theresienstadt und kehrte im Sommer 1945 nach Köln zurück. Erst dort erfuhr sie vom Suizid ihres Mannes\, der sie nach Angaben von Zeitgenossen verzweifeln ließ. Sie lebte fortan zurückgezogen in ihrer alten Wohnung in der Koblenzer Straße 80\, in der sich ihr Mann erhängt hatte. Dort starb sie im Oktober 1950 an Altersschwäche. Ihre Urne wurde ebenfalls auf dem Südfriedhof beigesetzt. \nPatin ist eine Privatperson
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DESCRIPTION:Gedenksteine für Julius Pagener\, Martha Pagener\, geb. Weinberg\, Hans Werner Pagener\, Erich Pagener und Anneliese Pagener\nJulius Pagener wurde 1875 als Isaak Moses Pagener in Epe\, Westfalen als ältester Sohn von Itzig und Magdalena Pagener geboren. 1927 änderte er seinen Namen offiziell in Julius Pagener. Seiner Familie gehörte die „Kunsthonigfabrik Pagener“. Als sein Vater 1905 starb\, übernahm seine Mutter den Betrieb und verlegte vier Jahre später den Firmensitz nach Köln-Bayenthal. Julius Pagener erweiterte das Unternehmen um die Produktion von Sirup und Glukose. 1935 wurde der Betrieb von den NS-Behörden wegen angeblicher „Gesundheitsgefährdung“ geschlossen und die Maschinen weit unter Wert verkauft. \nJulius Pagener war verheiratet mit Martha Weinberg. Sie wurde 1888 in Herford geboren und hatte drei Geschwister. Julius und Martha Pagener bekamen drei Kinder: Hans Werner\, geboren 1911\, Erich\, geboren 1917 und Anneliese\, geboren 1922. \nNach der Schließung der Fabrik blieb die Familie noch drei Jahre in Köln wohnen. Julius Pagener wurde gezwungen\, mehrere seiner Immobilien zu verkaufen oder sie versteigern zu lassen. Als er im November 1938 erfuhr\, dass er verhaftet werden sollte\, flohen er und seine Familie in die Niederlande. Anfang 1939 emigrierten die gesamte Familie Pagener nach Palästina. 1949 kehrten sie zurück nach Köln\, wo Martha Pagener am 18. April 1950 starb. Julius starb am 5. Januar 1975\, nur wenige Tage vor seinem 100. Geburtstag. \nMit der Stolpersteinverlegung findet ein einjähriges\, durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gefördertes Projekt der KPF.NRW seinen Abschluss. Am Anfang des Projekts stand ein von Nachfahren übergebener Koffer mit Unterlagen\, welcher die Verfolgung der Kölner Familie sowie ihre Bemühungen um Wiedergutmachung nach 1945 dokumentiert. \nZiel des Projekts war die Rekonstruktion und Identifizierung der verschollenen Kunstsammlung und des Hausrats und deren Verbleib nach 1939 im familiengeschichtlichen Kontext. Damit leistet die Provenienzforschung einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und soll geschädigte Familien ermutigen\, Nachforschungen zu verlorenen Kunst- und Kulturgütern anzustellen. Zur Verlegung werden Familienangehörige anreisen. \nDie Patenschaften wurden durch einen Spendenaufruf der Koordinationsstelle Provenienzforschung in NRW (KPF.NRW) finanziert
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